Startseite

Wappen Eichen

Sponsoren

habermann.jpg
Alarmübung FF Nidderau
Montag, den 24. Oktober 2011 um 17:37 Uhr

Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Nidderau

Samstag, der 22.10.2011, war der ausgewählte Tag, den der Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Nidderau, Dieter Bauer, mit seinen beiden Übungsausarbeitern, Thorsten Seifried (Heldenbergen) und Sören Kalinowski (Windecken) auserkoren hatte, die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Nidderau durchzuführen.

Die Vorbereitung dieser, wie sich im Verlauf herausstellen sollte besonderen Übung für alle 5 Stadtteile der Stadt Nidderau, zog sich über ein ¾ Jahr hin, sollte aber am Tag der Übung belohnt werden.

Die Übungslage war so verstrickt wie außergewöhnlich, und ging weit vom Standardgeschehen einer „Großübung“ der Feuerwehr hinweg, wo man normalerweise primär auf die Brandbekämpfung den Übungsschwerpunkt legt.

Die Kameraden Seifried und Kalinowski legten ihren Schwerpunkt der Übung auf die feuerwehrtechnische Abarbeitung einer Großschadenslage im Bereich der Hilfeleistungseinsätze, die in der heutigen Zeit auch den Hauptanteil der Einsätze der Feuerwehr darstellen.

Der Beginn schien bei der ersten Alarmierung noch recht einfach gestrickt.

So alarmierte die Leitstelle Main-Kinzig als erstes nur die Feuerwehr Nidderau-Eichen zu einem umgestürzten Baum auf der K851 Eichen in Richtung Ostheim.

Doch der mit den Einsatzkräften aus Eichen an der Einsatzstelle eingetroffene stellvertretende Stadtbrandinspektor, Frank Merz,  stellte schnell fest, dass der Baum nicht die einzige Lage der anstehenden Übung sein sollte.

Neben dem auf der Straße liegenden Baum war den anrückenden Kräften auch ein Linienbus ins Auge gefallen, der, auf der Seite liegend, im Strassengraben lag.

Die weitere Erkundung brachte weiteres zu Tage. So lag nicht nur ein Baum auf der Strasse, sondern zwei, unter denen jedoch noch ein Fahrzeug schwerst eingeklemmt war.

Und hinter dieser Lage befand sich dann noch direkt ein weiterer Fahrzeugunfall, bei dem zwei Wagen miteinander kollidiert und einer von beiden auf dem Dach liegen geblieben war.

So wurde durch den stellv. Stadtbrandinspektor, der die Einsatzleitung übernahm, Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Nidderau sowie das DRK Nidderau ausgelöst und die eintreffenden Stadtteilwehren übernahmen wie folgt die einzelnen Einsatzabschnitte:

  1. Rettung, Betreuung und Übergabe der Verletzten des umgestürzten Busses an das DRK durch die Einsatzkräfte aus Eichen und Erbstadt
  2. technische Rettung der eingeklemmten Personen im Fahrzeug unter den Bäumen durch die Einsatzkräfte aus Heldenbergen
  3. technische Rettung der Personen aus dem PKW Unfall (PKW frontal in PKW auf Dach) durch die Einsatzkräfte aus Ostheim und Windecken.

Somit war in diesem Szenario das gesamte einsatztechnische sowie einsatztaktische Wissen und Können der gesamten Feuerwehr Nidderau gefragt, die dies, unter den kritischen Blicken der eingeladenen Übungsbeobachter, sowie dem Stadtbrandinspekor Nidderau und den beiden Ausarbeitern dieser Übung  unter Beweis stellte.

Schließlich, mit gegenseitiger Unterstützung und Zusammenarbeit der einzelnen Stadtteile, erreichte man das gewünschte Übungsziel, dass sich die Ausarbeiter der Übung erdacht hatten.

Die Personen aus Bus und den insgesamt 3 verunfallten PKW´s konnten gerettet und dem DRK zur Betreuung und Versorgung übergeben werden. Rettungsdiensttechnisch war hier bei dieser Übung jedoch schon „Schluss“, wobei normalerweise hier die Arbeit des Rettungsdienstes erst angefangen hätte, jedoch wollte man bei dieser Übung mehr die Wertigkeit auf die Feuerwehrtechnik legen, und hatte so die klassische Rettungsdienstarbeit außer acht gelassen.

Nach dem erfolgreichen Übungsverlauf räumte die Feuerwehr Nidderau gemeinsam noch die Strasse auf, und fand ihren Abschluss dann mit der gemeinsamen Nachbesprechung auf dem Vereinsgelände in Eichen.

Dort, beim traditionellen „Feuerwehrschnitzel“, wurde der gesamte Ablauf nochmal für alle gemeinsam erläutert und auch der von der Übungsleitung eingeladene Kreisbrandmeister Riffel nahm Stellung zu seinen bei der Übung getroffenen Beobachtungen. Er war sehr erfreut über die dargebotenen Leistungen und besonders über die Maßnahmen im Arbeitsschutz, die durch die Einsatzkräfte aus Nidderau vorbildlich umgesetzt wurden

Auch der 1. Stadtrat Freywald, der in Vertretung des Bürgermeisters die Übung verfolgt hatte, sprach hier seinen Dank an die Übungsleitung und alle Einsatzkräfte aus Nidderau, von Feuerwehr und DRK, aus.

Damit war dann die Übung, die sich von morgens 09:00 Uhr bis schließlich 12:30 Uhr hingezogen hatte, beendet, und die einzelnen Stadteilwehren konnten zurück in ihre Gerätehäuser, ihre Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit machen.


Einige Impressionen zu dieser Übung finden Sie HIER (Bilder folgen in Kürze)


Ein besonderen Dank möchte die Feuerwehr Nidderau aussprechen an:


die beiden Ausarbeiter der Übung

Thorsten Seifried (FF Nidderau-Heldenbergen) und

Sören Kalinowski (FF Nidderau-Windecken),

der Feuerwehr Bruchköbel, die den Brandschutz für Nidderau in der Zeit der Übung sicher stellte,

der Johanniter Unfallhilfe,

dem hessischen Staatsforst der Stadt Nidderau,

dem Hof Buchwald sowie

der Firma Central Abschleppdienst Hanau

und der Firma Reifen Wolf Nidderau,

dem Kreisbrandmeister Riffel

den vielen Übungsbeobachter,

und den Verletzten-Mimen

ohne die eine solche Übung in Art und Ausführung nicht möglich gewesen wäre.


alt

alt